Kurdistan

Türkei behindert Menschenrechtsdelegation in Kurdistan

Pressemitteilung zur Kundgebung am 16.September

Kundgebung vor KFW-Bankengruppe unterstützt internationale Menschenrechtsdelegation die zurzeit ein Massengrab bei Catak in der Region Van besuchen will

Frankfurt,16.September.
Anlässlich der Reise einer internationalen Menschenrechtsdelegation nach Kurdistan und deren Behinderung durch die türkische Administration fand heute von 15°° bis 16°° Uhr eine Kundgebung vor dem Frankfurter Infocenter der kfw- bankengruppe [Kreditanstalt für den Wiederaufbau], statt. Mit Redebeiträgen und Transparenten wurden die engen Beziehungen der deutschen Rüstungsindustrie mit dem türkischen Militär skandalisiert. Deutsche Unternehmen verdienen am Rücksichtslosen Krieg gegen die kurdische Befölkerung kräftig mit. Durch die Vergabe von staatlichen Kriegskrediten in Form sogenannter HERMES-Bürgschaften, spielt die KFW bei der Finanzierung dieser Geschäfte eine zentrale Rolle.Vor allem aber unterstützte die Kundgebung in diesem Zusammenhang die Forderung der Delegation um Aufklärung des am 23.Oktober 1998 von der türkischen Armee verübten Masssakers an der deutschen Internationalistin Andrea Wolf und 41 weiteren Kämpferinnen der kurdischen Frauenarmee YAJK. (mehr…)

Redebeitrag zur Delegationsreise 16.09.2011

Dieser Redebeitrag wurde auf der Kundgebung vor der KFW-Bankengruppe am 16.09.2011 gehalten:

Seit dem 14. September ist eine mehr als 30-köpfige internationale Delegation im türkischen Teil Kurdistans unterwegs. Anlass dieser Delegationsreise ist die Hinrichtung und Folterung von Gefangenen nach einem Gefecht am 23. Oktober 1998 in den Bergen bei Catak in der Region Van zwischen der kurdischen Frauenarmee YAJK und dem türkischen Militär. Insgesamt wurden bei diesem Gefecht und dem anschließenden Massaker 41 Kämpferinnen und Kämpfer ermordet. Unter den, nach der Gefangennahme gefolterten und Hingerichteten befand sich auch unsere Freundin und Genossin Andrea Wolf / Ronahi, die sich als Internationalistin der kurdischen Frauenarmee angeschlossen hatte. Nach der Hinrichtung wurden die Leichen misshandelt und verstümmelt. (mehr…)

Redebeitrag zu Rüstungsexporten in die Türkei vom 16.09.2011

Wir stehen hier vor der staatseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau. Der deutsche Staat ist über Hermesbürgschaften, Investionsgarantien und Kredite der staatseigenen KFW-Bank für die deutsche Rüstungsindustrie unmittelbar am schmutzigen Krieg gegen die kurdische Zivilbevölkerung und die PKK beteiligt.

Die BRD und der Nato-Partner Türkei verbindet eine besonders enge Waffenbrüderschaft. Als es der BRD nach dem Zweiten Weltkrieg seitens der Westalliierten ermöglicht wurde wieder Waffen zu produzieren und zu exportieren, gehörte die Türkei zu ihren ersten Kunden. Innerhalb der Nato mauserte sich die BRD zum Hauptwaffenlieferanten für den türkischen Staat. (mehr…)




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