Krieg beginnt hier!

Kommt am 18.November 2011, um 17 Uhr zum Willy-Brandt-Platz
solidarisiert euch mit dem internationalistischen Kampf gegen imperialistische Kriege und Kapitalismus.

Das zehnte Jahr in Folge sind wir nun Zeugen eines Krieges der Nato-Länder gegen das afghanische Volk: Zivile Opfer sind an der Tagesordnung, das Land liegt in Schutt und Asche, die Situation der Frauen hat sich keineswegs verbessert, wer kann verlässt das Land, um dem Terror der Nato-Truppen und der Taliban zu entkommen. Für das Jahr 2011 zählt das UNHCR die meisten Flüchtlinge weltweit aus Afghanistan und Somalia. Ungefähr 3 Millionen afghanische Flüchtlinge schaffen es gerade mal in die Nachbarländer Iran und Pakistan. Deutschland und andere Krieg führende Nationen können sich dabei geringer Flüchtlingszahlen erfreuen. Die Festung Europa bleibt für die meisten Opfer ihrer brutalen Kriegspolitik unerreichbar.

Vor zehn Jahren fand die erste Petersberger Kriegskonferenz in Bonn statt, wo die imperialistischen Länder über die Zerstörung Afghanistans entschieden. Nun geht es in die zweite Runde: Petersberg II am 5. Dezember 2011.
Am 3.Dezember wird es gegen diese Konferenz eine Großdemonstration in Bonn geben. Wir beteiligen uns am internationalistischen Block und rufen euch alle auf euch anzuschließen, damit unsere Stimme gegen die Besatzungsmächte laut und deutlich wird.

Mit jedem weiteren Kriegsjahr sinkt die Unterstützung und das Verständnis in der Bevölkerung für den Militäreinsatz hierzulande. Mittlerweile lauten die Parolen nicht mehr ‚humanitäre Intervention‘ und ‚Rettung der Frauenrechte‘, sondern im Klartext: „Verteidigung deutscher Interessen weltweit zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit“. Dass damit nicht die Interessen der Lohnabhängigen in Deutschland gemeint sind, braucht keiner Erklärung. Es sind die Sicherung der Profite des deutschen Kapitals und die Behauptung gegenüber den anderen imperialistischen Länder. Sie nennen es Wettbewerb, es ist aber blutiger Krieg zur Durchsetzung der jeweiligen Kapitalinteressen. Dabei gibt es keinen Unterschied zwischen schlechten Banken und guter Realwirtschaft – sie sind eine Einheit aus Kapitaleigentümern und ihren Vertretern. Wer das posaunt, will nur vom wirklichen Problem ablenken und den stinkenden Kopf des Kapitalismus aus dem Schlamassel retten: rechte Rattenfänger, die die Geschichte schon kennt.
Wir wollen das System bekämpfen, das Imperialismus heißt. Sei es der Einsatz der Bundeswehr im Innern oder die zivil-militärische Zusammenarbeit – der Staat und das Kapital rüsten gegen uns und die Unterdrückten und Ausgebeuteten weltweit. Damit muss endlich Schluss sein.

Jedes Jahr Krieg ist ein Jahr zu viel!





IMK-Infoveranstaltung